Erstmal Platz zum Abstellen

Die Abstellanlage ist inzwischen aufgebaut und an die Strecke angebunden. Sie mündet mit zwei Weichen in das Streckengleis und wurde um ein Abstellgleis außerhalb der Kiste parallel laufend erweitert. Die Kiste wurde auf das „Mauerniveau“ der Strecke angehoben und somit trocken aufgeständert. Die Gleisharve zur Verbindung beider wurde auf eine Holzkonstruktion aus Pfosten, Dachlatten und Oberfläche aus Rauschbund aufgebaut. Um die Feuchtigkeit ein wenig zu lenken legte ich die Oberseite mit Teerpappe aus. Kaschiert wird die Konstruktion seitlich durch Abschlussprofile (Holz/Kunststoff) und Natursteine. Die Gleise sind auf der Konstruktion festgeschraubt, sodass der aufgebrachte Schotter drumherum beim Betreten nicht irgendwo unter die Schwellen rutschen kann. Auch hinsichtlich der Abstellkiste gibt es Neuerungen: Der Übergang von Gleisharve in Holzkiste braucht zwangsläufig einen Spalt von 2-3cm, damit die zeitweise stehende Feuchtigkeit auf der Platte nicht in das Holz der Kiste eindringen kann (die Kiste soll länger halten…). Um diese Distanz dennoch einschottern zu können habe ich eine Verbindung mittels Fliegengitter hergestellt (habe Gitter aus Metall auftreiben können). Das Wasser tropft so nach unten weg und die Optik stimmt auch.

So sieht das Ganze derzeit aus:

LGB Abstellbahnhof

die neue Anbindung der Abstellanlage an die Strecke

Die elektrische Verbindung der Gleisanlagen ist schon fertig, lediglich der Anschluss an Belegt- und Rückmelder ist noch nicht ganz abgeschlossen, aber so sieht der Plan dann aus:

LGB-Abstellbahnhof

Isolierplan des Abstellbahnhofs

Veröffentlicht in Bau und Gestaltung. 2 Kommentare »

Es geht weiter – LGB-Anlage im Mietgarten die 2.

heute sind positive Signale zu vermelden.

Die bis vor wenigen Wochen im Dornröschenschlaf träumende Gartenbahnstrecke ohne Bahnhof wird zu neuem Leben erweckt. Die neuen Grundstücksgrenzen sind in Kürze endgültig markiert und so kann die Neuplanung des Bahnhofes beginnen. Die Abstellanlage ist bereits in Entstehung – Ihr neuer Standort hing maßgeblich von der Unterbringungsmöglichkeit der großen Kiste ab. Zu dieser ersten Baumaßnahme werde ich in den kommenden Tagen auch einige Fotos einstellen.

Es hatte doch niemand wirklich gedacht, dass ich die Gartenbahn komplett abbaue, oder?

Rückbau einer Gartenbahn

keine schöne Angelegenheit ist der Abbau einer Garteneisenbahn. Während man in Minuten die Anlage zerlegt, erinnert man sich an immer andere Situationen, in denen man viel Zeit in den Aufbau gesteckt hat. Irgendwie tragisch. Das gesamte LGB-Gleismaterial im Bahnhofsbereich ist nun demontiert. Planlos herumliegende Anschlusskabel und das Schotterbett zeugen noch von der Modelleisenbahn im Garten. In Kürze werde ich dann auch diese Reste entfernen, die Rohre aus dem Boden holen und schließlich die Hütte auseinander nehmen. Nach gut einem Jahr… – was solls.

Wenn es schon sein muss, dann konnte ich wenigstens einige Szenen der zurückgebauten Anlage festhalten. Mir fehlt leider noch eine schweizer Sh2-Scheibe.

Hier endet das Gleis. Ungünstigerweise fehlt die Signalisierung.

gut kann man die sich teilenden Niveaus erkennen.

Schon kurz nach dem Entfernen der Gleise sieht der Bahnhofsbereich übel aus. Vorn lagen die durchgehenden Gleise, hinten die Gleisharve zur Abstellkiste.

Der / Die / Das Letzte

schneller als gedacht findet die Geschichte meiner Gartenbahn ein jähes Ende. Inzwischen erhielt ich Post mit der Bitte um Beräumung des Gartenabschnitts. Daher die heutige Überschrift.

DER letzte Betriebstag:

noch einmal Hochbetrieb im Bahnhof

Güterzug in schöner Länge im Garten

641 kommt aus dem Wald

Güterzug

Güterzug fährt in den Wald - ins ungewisse Dunkel

DER letzte Betriebsschluss

Schneechaos auf Deutschlands Gartenbahnen

nicht zu fassen, was man sich dabei im Management der Gartenbahnverwaltung gedacht haben muss! Als ob man nicht gewusst hätte, dass der Winter wieder kommt! Schnee gehört nun mal zum Winter – und Eis auch. All diese normalen Dinge scheint man in der Vorstandsetage der kleinen Bahn wohl nicht zu kennen: Die gerade erst ein halbes Jahr in Betrieb befindliche Gartenbahn musste den Betrieb einstellen. Wegen Witterungseinflüssen! Im Sommer wurden noch die fortschrittlichen Weichen mit größeren Radien als prächtiges non-plus-ultra beworben – Bei allem Comfortgehabe vergaß man jedoch die Weichenheizung einzubauen. Noch immer sind nicht alle Fahrzeuge auf der Strecke im Einsatz, weil die groß angekündigte Umbauaktion auf „digitale“ Steuerung noch nicht abgeschlossen ist. Betroffen ist davon natürlich auch – man kann es ahnen – geeignetes Schneeräumgerät. Zu allem Überfluss kam der Winter dann so unerwartet früh, dass laufende Gleisbauprojekte bis auf Weiteres unterbrochen wurden. Vielleicht hofft man diese Mängel nun unter der dicken Schneedecke verstecken zu können. Ein Pressesprecher versprach Besserung: Die Weichenheizungen seien beim Bau der Strecke sehr wohl vorgesehen gewesen, leider habe sich jedoch der Einbauzeitpunkt verzögert. Das Material für die wichtigsten Weichen sei inzwischen vor Ort, aufgrund der Temperaturen jedoch nicht montierbar. Es sei ein Teufelskreis. Die Kritik über fehlendes Fahrzeugmaterial wies der Sprecher konsequent zurück. Man könne auch während der Umbauphase Loks und Sonderfahrzeuge mit alter Steuerung einsetzen. Dies sei aktuell auch der Fall, man scheitere jedoch leider an den Unmengen Schnee auf der Strecke.

Sehen Sie hier in der Fotostrecke, wie sich die Lage der Gartenbahn entwickelte. Exklusive Fotos unserer Reporter geben Ihnen einen Überblick über die Räumanstrengungen der Bahn.

Erster Wintereinbruch bei der Bahn in 2010

Erster Wintereinbruch bei der Bahn in 2010

Schon bei dem ersten Schneefall zeigte sich der Bedarf an Weichenheizungen

Schon bei dem ersten Schneefall zeigte sich der Bedarf an Weichenheizungen

Eingefrorene Baustelle zur Sicherung der Mauer

Eingefrorene Baustelle zur Sicherung der Mauer

Schneeräumen ohne Gerät

Schneeräumen ohne Gerät

Überlastung der Fahrzeuge

Überlastung der Fahrzeuge

Schneeräumfahrten in der Nacht

Schneeräumfahrten in der Nacht

Schneepflug für die Bahn

Schneepflug für die Bahn

Schneeräumfahrten mit Keilschneepflug

Schneeräumfahrten mit Keilschneepflug

Materialschlacht im Winter

Materialschlacht im Winter

Kaum zu glauben - Schneepflug kämpft sich durch haushohen Schnee

Kaum zu glauben - Schneepflug kämpft sich durch haushohen Schnee

Inzwischen hat die Gartenbahn erklärt, dass der Betrieb bis auf Weiteres gänzlich eingestellt ist. Vereisende Schienenköpfe unterbrechen jeden Stromfluss und machen einen Bahnbetrieb daher unmöglich.

Ähnlichkeiten zu aktuellen Medienberichterstattungen sind rein zufällig.

Mein Fazit: kritischen Bericht schreiben ist einfach, Schnee räumen ist anstrengend und wurde dauernd von irgendwelchen Einflussfaktoren torpediert.

Glück ist zerbrechlich

seit mehreren Monaten berichte ich über den Aufbau meiner kleinen Gartenbahn. Ich erläutere Bauabschnitte, Bauweise und stelle Fotos und Geschichten ein. Mit dabei ist häufig der Hinweis auf „einfache Demontage“ o.Ä. zu finden. Nicht ohne Grund.

Gestern nun kündigte mein Vermieter an, den Garten wegen Verkaufs voraussichtlich verkleinen zu wollen. Welchen Bereich es trifft? Natürlich, den oberen Bahnhof mit der Abstellanlage..

ich bin bedient.

ich kündige an: Der nächste Garten wird Eigentum sein :-)

Schottersparer – einfache Gleisbetteinfassung im Garten

Die Gleise im Bahnhof liegen nun seit ca einem halben Jahr. Sie sind auf Mähkanten verlegt und eingeschottert. Da dieser Untergrund nur ca zwei cm über die Schwellen hinaussteht wird der leichte Schotter schnell weggespült, -gepickt oder sonstwie vom Planum geräumt. Um also nicht Unmengen Schotter im Garten zu vergraben musste das abgestellt werden. Ich half mir kurzum mit alten Obstkisten aus Holz: Zersägt fungieren dickere Leisten als vertikales Gegenlager im Boden, dünnere Leisten als Planke entlang der Gleise. Die Oberkante liegt auf Schwellenniveau, sodass der Schotter ordentlich angefüllt werden kann. Alles zusammen ergibt eine schicke Abgrenzung des Gleiskörpers zum Umfeld – ohne weitere Schotterverluste.
Wie lange das einfache Holz draußen hält wird die Zeit zeigen.

die Gleisbetteinfassung entsteht

die Gleisbetteinfassung entsteht

Gleisbetteinfassung

Die Gleisbetteinfassung entsteht

Gleisbetteinfassung

Fertig eingeschotterte Gleisbetteinfassung aus Obstkistenholz

der Sache näher gekommen

Liebe Leser, heute soll wieder einmal ein Screenshot aus der aktuellen PC-Arbeit erfreuen: Die Tischbahn ist in Rocrail optisch umgesetzt. In der an ein Spurplanstellwerk angelehnten Optik zieren bereits die Signale die Anlage, die in Realität noch nicht existieren. Bei solch tollen Werkzeugen muss man schonmal etwas weiter schauen :-)

Stelltischbild der LGB-Schreibtischbahn in Rocrail

Stelltischbild der LGB-Schreibtischbahn in Rocrail

Habe mich also endlich ein wenig in die Rocrail-Materie eingelesen und warte nun mit anderen Forum-Mitgliedern auf die helfenden Worte von Massoth. Einiges hakt halt noch… Heute also Begeisterung für zwei Gruppen: Das Rocrail-Team für die Entwicklung eines solch tollen Projektes, Fa. Massoth für die wahnsinnig einfach zu handhabenden Firmwareupdates aller anschließbaren Geräte. Toll!

wieder drinnen

dieser Tage sitze ich wieder vermehrt an der Tischbahn im Büro: Nach dem bombastischen Sommerabschnitt regnete es in der letzten Woche fast ausnahmslos zum Feierabend und so habe ich mich endlich wieder an das Thema „Steuerung“ gemacht. Hier hat es inzwischen nämlich erfreuliche Nachrichten gegeben:  Das Massoth-Busprotokoll ist im Open-Source-Projekt „Rocrail“ (Rocrail.com) aufgenommen worden. Schnell waren die Demos anderer Hersteller gelöscht und der Testbetrieb mit Rocrail begann. Mit Ingos Unterstützung war die Testanlage in weniger als drei Minuten erkannt, die erste Lok rollte und auch eine Weiche bewegte sich bereits. Das hat Eindruck hinterlassen.

So habe ich mich nun auch allein wieder an die Erprobung gemacht. Und hier kommt die Tischbahn wirklich voll zum Zuge: Bequemer kann man die Einarbeitung in so eine Steuerungssoftware garnicht haben :-)

Rocrail-Erprobung an der Schreibtischbahn

Rocrail-Erprobung an der Schreibtischbahn

Ich stoße zwar noch auf seltsame Phänomene beim Betrieb des neuen Programms, aber die Idee und Umsetzung überzeugt schon jetzt!

Bahnübergang für die LGB – und für echte Menschen

Für die familieninterne Baugenehmigung so einer Gartenbahn braucht es ja auch immer ein paar Kompromisse. Dazu gehört bei meiner neuen Anlage die harmonische Einbettung in den Garten und z.B. der Verzicht auf Oberleitung. Auch hier gilt natürlich: Fantasie hilft.

Im Rahmen der Planung wurde bei meiner Anlage klar, dass eine Kreuzung des Fußweges in den Garten nötig würde. Klassisches Gleisbett in Dammlage wäre hier nicht durchsetzbar gewesen. So habe ich das Niveau der Strecke am Boden gelassen und einen 120cm langen Bahnübergang gebaut, der den Fußweg nicht unterbricht, trittsicher ist und auch noch gut aussieht. Der Bahnübergang liegt in einer Kurve aus LGB R5-Gleisen. Um meinem Anspruch an leichte Demontage gerecht zu werden habe ich den Überweg folgendermaßen erstellt:

Zunächst habe ich unter dem Gleis noch ca. 2cm Planum gerade abgetragen und die Schwellen auf einzelnen Hölzern gelagert und ausgerichtet. Anschließend habe ich eine Verschalung aus Pappe erstellt: Einen Rahmen um jedes Gleissegment (so sind sie später noch trennbar) und einen Rad- / Radkranzschutz auf den Schienen (um die Berührung von Fahrzeugen mit dem Beton zu vermeiden). Letzteren erstellte ich aus zusammengeklebten Kartonagenstücken, die ich auf das Schienenprofil bis hinunter auf die Kleineisenimitate steckte. Nun habe ich Schnellzement angerührt und halbwegs flüssig in die Verschalung gefüllt. Mit einem spitzen Gegenstand etwas verdichtet und anschließend mit der Spachtel glatt gezogen.

Das Ergebnis traf nicht ganz meine Vorstellungen – daher für den am Nachbau Interessierten:

Positiv: Der Überweg ist definitiv stabil genug um als Fußwegelement regelmäßig belastet zu werden und sieht optisch gut aus

Negativ: Durch die komplexe, sichtmindernde Verschalung kann man beim Geradeziehen mit der Spachtel nicht erkennen, wo die Schienenoberkante (SOK) ist. Ich musste noch viel Material abschleifen… Desweiteren ist normaler Beton (kein Schnellzement) ist vielleicht besser geeignet, um mehr Zeit für die Ausrichtung zu haben. Und zum besseren Design: die seitlichen Begrenzungen sollten durchaus bis 5cm außerhalb der Schwellen reichen. ich habe ca. 1-2cm, das ist etwas schmal.

So sieht das Ergebnis aus:

Bahnübergang für Mensch und LGB

Der ca. 120cm lange Bahnübergang

Trennstelle des LGB-Beton-Bahnübergangs

Trennstelle zwischen den beiden 18000-LGB-Gleissegmenten

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