kein Vermesser

endlich ein Beitrag? richtig, es passiert wieder was beim Thema Eisenbahn und LGB. Ich habe mich als Vermesser versucht und den Garten zu Papier gebracht, um sogleich einen Gleisplan einzufügen. Damit sind die Grundsteine für weitere Planungen gelegt. Wie die Strecke samt Bahnhöfen aussehen soll will ich daher auch gern darstellen, leider würde jedoch eine normale Bildgrafik den Rahmen sprengen und so werde ich mich auf einen schematischen Übersichtsplan beschränken:

Schematischer Übersichtsplan der geplanten Gartenbahn

Schematischer Übersichtsplan der geplanten Gartenbahn

Anders als bisher vorgesehen wurde das Layout nun nur mit LGB-Gleismaterial geplant. Wert wurde allerdings auf die Verwendung der neuen R5-Weichen in Zugstraßengleisen gelegt. Ebenso wurde die Nutzlänge der Gleise auf >5m geplant, sodass sich auch bald halbwegs erwachsene RhB-Züge fahren lassen.

 

Der nicht unerhebliche Materialaufwand wurde nun in vier Baustufen eingeteilt und soll ab Herbst aufgebaut werden. Die erste Baustufe bildet dabei der Betriebsbahnhof mit der Abstellanlage. Zu beachten ist ja immerhin, dass neben dem gesamten Gleismaterial auch die nötige Sicherungstechnik angeschafft werden muss. Will heißen: Gleisbesetztmelder, Weichenantriebe, Rückmeldemodule usw. Soweit zu den Aktivitäten außerhalb der trockenen vier Wände.

eine Erklärung

…bin ich dem interessierten Leser wohl schuldig, warum sich im Blog so wenig tut.

Wie immer sind die Gründe sehr unterschiedlich. Zum einen sind da fertige Projekte, die zunächst eine vernünftige Beschreibung und Bebilderung benötigen. Zum anderen hängen diese Projekte teilweise nur mittelbar mit der “Schreibtischbahn” zusammen und benötigen also auch auf dieser Plattform hier zunächst eine separat einzurichtende Rubrik.

Und dann gibt es da noch einen großen Grund: Das wahre Leben. Hier stehen derzeit größere Veränderungen “ins Haus” – ich spreche von einem Umzug. Grundsätzlich wäre dies eine Tatsache die hier wenig interessiert (außer natürlich der Erklärung für wenig Bewegung auf dem Schreibtisch), doch birgt sie folgendes Detail: In absehbarer Zeit gibt es EINEN GARTEN! Ich denke, damit ist alles gesagt. Die LGB kann sich bald wieder austoben, die RhB-Fahrzeuge werden endlich in großen Radien und als Zug unterwegs sein. Erdarbeiten, Kabelarbeiten, Oberbauarbeiten, Gleise auswählen und einkaufen, verlegen. Kurz: Es gibt schon vorher viel zu tun. Am Anfang steht jedoch das Konzept des Gleisplans. Und der entsteht derzeit im Kopf und teilweise auch schon im Computer. Das Ergebnis möchte ich niemandem vorenthalten und zeige hier daher einen Screenshot der aktuellen Überlegungen.

Zum Hintergrund: Erste Idee ist eine zusammengeklappte Acht mit zwei Bahnhöfen. In einem der Bahnhöfe kommen zwei Teile der 8 zusammen, sodass “zwei eingleisige Strecken” hier zusammen kommen. Es entsteht ein Berührungsbahnhof.

Viel Spaß beim Nachdenken über die Fahrmöglichkeiten. Beurteilungen und vor allem weitere Anregungen sind gern willkommen.

Erster Entwurf

rostigen Zeiten entkommen

der seltene Fall ist eingetreten: Ein Großteil des Schreibtisches ist seit Wochen mit den Plexiglasplatten abgedeckt. Während sich in der nicht abgedeckten Ecke die Fahrzeuge wie Pinguine am Eisloch tummeln liegen auf weiten Teilen des Tisches gemächliche Papierstapel, die seit Monaten behäbig wachsen.

Kurzum: Es geht derzeit kaum weiter.

Und das, obwohl es zwischenzeitlich durchaus Veränderungen gab! Die Digitalzentrale von Massoth, die Dimax 800z, wurde geliefert und in Betrieb genommen. Dementsprechend gab es auch die ersten Decoderprogrammierungen und endlich einen ersten Gehversuch mit Steuersoftware. Die erste Verbindung konnte ich mit der Demo-Version von Stellwerk-Easy aufbauen und freute mich dementsprechend, als sich die erste Lok in Reaktion auf den Befehl vom PC in Bewegung setzte. Seine Fortführung fand die Steuerung in Railroad & Co das mit der sehr bequemen Fahrzeugsteuerung über das Scrollrad schon besondere Reize bietet. Eines schockierte mich jedoch zutiefst: Perfekt funktionierende Ausleuchtung (Besetztanzeige) ohne Funktion. Wozu gibt es Gleisfreimeldeanlagen, wenn man rot ausgeleuchtete Weichen genauso wie frei angezeigte umstellen kann? – Die Sicherheit spielt bei der Software offensichtlich eine untergeordnete Rolle… – Nun denn, so kommt also doch wieder nichts kommerzielles in Frage. Kennt jemand die Software “Rocrail”? – Die sieht vielversprechend aus. Leider gibt es noch kein Übertragungsprotokoll für Massoth.

Vielleicht können die Platten ja noch ein wenig auf den Gleisen liegen und ich beschäftige mich derweil mit der “weichen Ware” – der Software.

Falls sich jemand über die sinnfreie Überschrift wundert: ich wollte eigentlich aussagen, dass nicht benutzte Gleise in der Realität rosten würden. Bei mir zum Glück nicht…

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Eins-eins-null-null-eins-null-eins; Warten auf die Massoth Dimax 800 Z

Die Aufregung steigt. Nach erfolgreichem Verkauf der LGB-Komponenten ist vor wenigen Tagen zunächst die neue Energiestation für die Modellbahn auf dem Schreibtisch eingetroffen: Der 150VA-Trafo von Conrad mit 18 Volt Wechselspannung wurde die letzten Meter vorbildgerecht mit der Bahn angeliefert.

Damit sind die Tage des MZS III (Mehrzugsystem) von Lehmann vorbei. Für die kleine Variante der Zentrale habe ich mich nicht zuletzt aus Kostengründen entschieden, obwohl bei einem Umzug der Modellbahn in den Garten schon bald die Leistungsgrenzen erreicht werden könnten. Bis dahin wird es aber wohl noch einige Zeit dauern, sodass ich guten Gewissens zur Dimax 800Z gegriffen habe (Bestell-Nr. 8136001).
Dann endlich über das integrierte PC-Interface programmierbare Digitalkomponenten liegen schon seit längerer Zeit bereit: LGB-Rückmelder 55070 und LGB-Gleisbesetztmelder 55075. Erste Gehversuche bei der Computersteuerung der Modellbahn möchte ich mit dem Programm „Stellwerk“ unternehmen (Stellwerk 2001).
Nach Inbetriebnahme der Zentrale werde ich hier Bericht erstatten.

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es surrt

Glücklich kann ich ein erstes Ziel beim realistischen Umstellvorgang von Weichen verkünden: Die Zungen bewegen sich nun auch auf meiner Anlage mehrheitlich (4 von 7 Weichen) langsam. Die im Innenbetrieb zuverlässigen EPL-Antriebe von LGB mussten den laut surrenden Motorantrieben von Böhler weichen.

Da ich selbst im Internet ziemlich lange nach einer passenden Anschlussanleitung für LGB gesucht habe möchte ich meine Variante hier kurz vorstellen.

Was wird benötigt? – Einiges!

Zunächst braucht man für die Antriebe eine kräftige Stromquelle im Spannungsbereich zwischen 9-16 V. Je näher an den 9V, desto langsamer und realistischer sieht der Umstellvorgang aus. Dass sich beide Zungen gleichzeitig bewegen und sich dabei um einen Fixpunkt drehen lassen wir mal außer Acht.

Aber zurück zur Stückliste. Für die Relaisschaltung habe ich für vier Antriebe acht Relais und ebenso viele Dioden gekauft. In einer Kunststoffbox habe ich dann für jeden Antrieb folgende Schaltung zusammengelötet:

Anleitung Böhler Weichenantrieb LGB

Anleitung Böhler Weichenantrieb LGB

Der Bedarf für 4 Antriebe (Anzahl abgeleitet vom Weichendecoder) besteht also aus 1 Trafo mit 9-16V=, 8 Relais, 8 Dioden, 1 Kunststoffgehäuse und einigen Klemmleisten.

Wenn alles richtig zusammengelötet ist und der Stellimpuls nun rausgeht, klickt das Relais und der Antrieb setzt sich laut surrend in Bewegung. Das Steuerrelais im Ansteuerkasten geht nach dem Impuls in Ruhestellung, der Antrieb läuft bis zur Endlage weiter. Zum „Weichenantriebstrafo“ sei noch zu ergänzen, dass der derzeit von mir verwendete LGB-Trafo 5003 (Startpackungstrafo) beim gleichzeitigen Umstellen von drei Weichen deutlich hörbar in die Knie geht – die Weichenantriebe werden noch langsamer…

Finanziell lässt sich zwischen den Varianten folgender Vergleich aufstellen:

Kosten für LGB-Antrieb mit Rückmeldeerweiterung:

22,30€ (Antrieb) + 22,30€ (Zusatzschalter) = 44,60€

(Preise von Champex-Linden)

Kosten für Böhler-Antrieb mit integrierten Rückmeldekontakten:

39,10€ (Antrieb) + 5,05€ (Adapterplatte) = 44,15€

<span style=”font-size: small;”(Antriebe direkt bei Böhler beziehbar).

Hinzurechnen muss man natürlich noch die Steuerung. Pro Antrieb fallen zwei Relais zu je ca. 3,-€ sowie zwei Dioden zu je ca. 0,15€ an, also zusammen 6,30€. Der Preis eines evt. extra anzuschaffenden Weichenstrommotors müsste natürlich auf die Anzahl zu beschaffender Antriebe umgelegt werden :-)

Mein persönliches Fazit: Ich freue mich schon darauf, eines Tages schlanke Weichen mit echtem Verschluss und gebogenen Zungen im Garten zu stellen. Ich bin davon überzeugt, dass die Antriebe dafür geeignet sind.

gefunden

Vor über einem Monat handelte mein letzter Blogeintrag vom Farbton verwitterter Schienen. Nach einigen Versuchen und dem Vergleich mit einem echten Stück Schiene kann ich nun glücklich verkünden: Revell 84 matt (RAL 8027) trifft es meiner Meinung nach auf den Punkt genau. Die Farbe ist je nach Beleuchtung schlecht von den Schwellen zu unterscheiden und passt daher hervorragend.

Bisher sind nun sage und schreibe ca. 700 Kleineisen und vermutlich 8m Schienenprofil bemalt. Die erste Revell-Dose ist leer und so ist es doch einmal wieder Zeit für ein Foto…

mit Revell-Lack verschönerte Schienenprofile und Kleineisen

mit Revell-Lack verschönerte Schienenprofile und Kleineisen

 

sichtbarer Unterschied zwischen künstlichem und echt wirkendem Lack

sichtbarer Unterschied zwischen künstlichem und echt wirkendem Lack

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farbspiel

Manchmal hat man auch in einem gut sortierten Modellbaufachgeschäft einfach Pech. Mein Farbkaufwunsch “braune Farbe für Rost” wurde mit einem Gläschen Farbe befriedigt, das leider einen Glanzlack in herrlicher Rostfärbung enthält. Zum Lesen zu faul wurde der Stoff natürlich auch gleich aufgetragen, sodass das Problem erst nach Trocknung klar wurde: Hochglanzrost. Mit einem Rest Revell-Farbe 83-Matt habe ich dann das zweite Gleis mit weiteren 44 Schienenstühlchen angepinselt. Bei dem Arbeitsaufwand freue ich mich doch über die begrenzten Ausmaße der Anlage :-)

Hier nun die Ergebnisse der Koloration. Ganz frisch ist noch der Grenzzeichenersatz am Schienenkörper des Gleises 12.

Trotz Glanz finde ich beide Abschnitte sehr schön – besonders natürlich die Weiche, die dadurch noch viel besser zur Geltung kommt. Dennoch ist die Matt-Braun-Farbe im Gles 5 (rechts) realistischer. Das Testprogramm wird weitergehen. Unter anderem auch mit einem kleinen Sprühnebel Klarlack Matt auf Gleis 12…

Farbliche Alterung von LGB-Gleisen

Farbliche Alterung von LGB-Gleisen Die Revell-Farbe trägt auch ein wenig auf - wie eine dicke Rostschicht

Gealtertes LGB-Gleis mit rostfarbe von Revell

Gealtertes LGB-Gleis mit rostfarbe von Revell

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Gestaltungsalternative

Gleise einschottern ist aufwändig und zeitraubend. Aus diesem Grund entschied ich mich in einem Bereich des Schreibtisches für den Verzicht auf das Steinimmitat und wollte die Gleise statt dessen mit Gitterrosten bedecken. Vorbild sollten Sondergleise in Betriebswerken sein. Das Teilprojekt hat erfolgreich begonnen – dank der spontanen Mithilfe von Hayo! Und es bleibt festzuhalten: Gitterroste aus Pappe und Fliegengitter zu basteln ist ebenso, wenn nicht sogar noch aufwändiger als das Einschottern der Gleise. Macht aber nix – denn nur das Ergebnis zählt! – Hier der Rohbau – silberne und ein wenig rostige Farbe folgen in den nächsten Tagen…

Ein Gitterrost über die Gleise verdeckt den Untergrund

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rollende Leuchte – 1. Fortsetzung zu “erheblicher Widerstand”

Endlich ist es soweit: Der erste Personenwagen ist beleuchtungsseitig voll ausgerüstet. Heute habe ich die vier Kugellagerradsätze eingebaut und verkabelt. Jetzt läuft der Wagen so leicht, dass er in sich in Gleissenken langsam “auspendelt” und liefert eine einwandfreie Besetztanzeige. Wunderbar! Dass die Beleuchtung nun problemlos funktioniert versteht sich dabei von selbst.

Der vollverkabelte LGB-RhB-Waggon mit vier Kugellagerradsätzen

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Zwiebelnetzzaun

Eigentlich sollte das lange Abstellgleis an der Wand ungestaltet bleiben.
- Ist es jetzt aber nicht mehr -
Grund: Ich war Zwiebeln kaufen.
Verwirrend? Nein. Ganz einfach: Die Zwiebeln waren in einem Nylonnetzschlauch verpackt. Als ich die Zwiebeln so auspackte, dachte ich mir “mensch, das sieht ja aus wie’n Maschendrahtzaun!”.
Ergebnis dieses kleinen Gedankens: Heute habe ich auch das lange Abstellgleis mit Folie und Papier unterlegt, eingeschottert und am Abgrund mit einem Maschendrahtzaun gesichert.
Baulich war der Zaun keine Herausforderung: Das Nylonnetz habe ich entsprechend der Maschen sauber in fünf gleich hohe und in etwa gleich lange Abschnitte geteilt und auf Kupferdrähte gefädelt, die in zuvor gebohrten Löchern im Holzbrett stecken. So sieht das ganze aus:

Gehalten und gezerrt wird das Gummimaterial durch zwei Kupferdrähte 0,75quadrat

Der Trecker bringt die Pfosten und Zaunrollen - frisch vom Baumarkt

knapp zwei Meter Abstellfläche stehen hier zur Verfügung