Die erste Gleisfreimeldeanlage ist installiert. Nach langer Pause habe ich dann endlich die ersten “Besetzungsversuche” gemacht. Faszinierenderweise reicht
bereits ein leichter Druck mit zwei Fingern auf das Gleis, um die Anzeige
auszulösen. Loks und Wagen mit Innenbeleuchtung machen dementsprechend erst
recht keine Probleme. Güterwagen oder andere Wagen ohne Innenbeleuchtung
müssen zunächst umgerüstet werden. Hier bieten sich mir zwei Lösungen an:
1. Nachrüstung der Wagen auf kugelgelagerte Metallradsätze und
Installation eines Widerstandes unter dem Wagenboden.
2. Nachrüstung der Wagen mit einfachen Metallradsätzen und Behandlung der
Achsen mit Widerstandslack.
Sicherlich würde die erste Variante der Rollwiderstandsverringerung
erheblich entgegenkommen, dem Geldbeutel dagegen eher garnicht. Die
Besetztanzeige würde ebensogut funktionieren wie bei Fahrzeugen mit
Innenbeleuchtung. Die zweite Variante dagegen ist leichter und schneller
umzusetzen und vor allem günstiger zu haben. Dieser Blog-Eintrag soll vom
Test des Widerstandslackes erzählen.
Begonnen habe ich die Versuche mit den kugelgelagerten Achsen unter den Personenwagen. Erstaunlicherweise bescherten mir diese ein “Flackern” der Besetztanzeige. Will heißen: In Zukunft müssen Räder und Schienen gut gepflegt werden. Oder bedeutsamer ausgedrückt: Sauberkeit bedeutet Betriebssicherheit
Fortgesetzt habe ich den Versuch mit den Metallradsätzen von LGB. Hier stellt sich die Lage sehr schlecht dar: Die Entfernung zwischen den beiden metallenen Radreifen ist zu groß und mit Leitlack nicht zu überbrücken. Nachdem ich einige Räder komplett schwarz lackiert hatte brach ich den Versuch letztendlich ab. Ich muss mich nach einer Alternative umsehen.
Letzter Testkandidat waren die Radsätze meines Kiss-Waggons. Hier ist die Isolierung der Räder wie bei üblichen HO-Radsätzen gelöst: Ein Rad ist direkt auf die Achse gepresst, das andere ist zusammen mit einem ca. 2mm starken Kunststoffring gemeinsam auf die Achse gepresst. Diese kurze Strecke lässt sich bequem mit Leitlack überwinden. Der Wagen löst seit der Lackbehandlung nun zuverlässig eine Besetztanzeige aus. Bleibt zu klären, wie hochwertig die Kiss-Radsätze ansonsten sind und zu welchem Preis sie zu haben sind. Ebenso konnte ich noch nicht herausfinden, ob man sie unter LGB-Fahrzeuge montieren kann. Sollten die Ergebnisse dazu positiv sein könnte ich mir eine Umrüstung durchaus vorstellen.
Das Problem bleibt also zunächst noch offen und bedarf noch einiger Recherche nach besseren Ideen und Lösungen.
Hier eine Aufnahme von der Lackarbeit am Kiss-Waggon:
