Lass rubbeln! Bergfähige Reinigungslok à la RhB

Seitdem LGB die Schienenreinigungslok 20670 auf dem Markt hat weiß jeder, dass mühseliges Schienenschleifen von Hand nicht mehr erforderlich ist. Zuverlässig schleift und poliert der „Putzteufel“ die Schienen desjenigen Gartenbahners, der noch klassisch auf Messing fährt – so wie ich. So habe ich mir denn auch so ein Gerät zugelegt und musste bald feststellen, dass es beim Schleifen in der Bergfahrt irgendwann mit der Schubkraft vorbei ist und zum anderen Kontaktprobleme bei der ersten Schleiffahrt nach langer Betriebspause gibt. Kurzum: hier musste etwas „optimiert“ werden. So entstand der Umbauplan…

Projekt:

– zweiter Traktor für mehr Schub und bessere Stromversorgung 

– damit auch Decoderwechsel

– Veränderungen an Beleuchtung und Details

– Umlackieren und neu beschriften nach Schema der RhB
Beschriftungsvarianten für die RhB Reinigungslok
Der Winter kam und es konnte losgehen. Nachdem ich die zweite Kleinlok und alle nötigen Bauteile besorgt hatte nahm ich die Fahrzeuge komplett auseinander und reinigte sie gründlich.


Als erste bauliche Maßnahme baute ich das Getriebe der zweiten Lok digitaltauglich um. Dann nahm ich an beiden Loks die Formveränderungen vor. Im Wesentlichen ging es dabei darum, die klobigen Laternen zu demontieren und deren Öffnungen im Gehäuse zuzuspachteln. Dabei habe ich mit Ponal Duo aus dem Holzbau gute Erfahrungen gesammelt, lediglich das anschließende Schleifen und Polieren hätte besser funktionieren können. Die Beleuchtung habe ich frei nach RhB-Standard gestaltet und zwischen den dauerhaft gekuppelten Fahreugen komplett zurückgebaut. Mit diesen Umbauten verändert sich das Erscheinungsbild schon erheblich: Das Gespann wirkt wesentlich niedriger im Verhältnis zum RhB-Fuhrpark.



Zusätzlich bereitete ich die Beleuchtung für das Schleifaggregat mit weißen LEDs vor. Die Schaltung von Spitzensignal auf Schlusssignal 1x weiß oder 2x rot realisierte ich wg. der wenigen verfügbaren Schaltausgänge am LGB-Onboard-Decoder (hatte ich noch in der Bastelkiste) mit Kippschaltern unter den Tritten versteckt.

Die Verkabelung zwischen den Fahrzeugen ist recht umfangreich, da der zusätzliche Traktor komplett über den Decoder in der Reinigungslok versorgt wird. Somit muss Schienen- und Motorspannung und die gesamte Beleuchtungsverdrahtung verbunden werden. Damit dies bei Bedarf getrennt werden kann kommen Minibananenstecker zum Einsatz.

Jetzt kam die Lackierung, welche mir einige graue Haare eingebracht haben dürfte… das graphitgraue Fahrgestell war zügig schick lackiert und bereit für die nächsten Schritte. Überhaupt nicht funktionieren wollte die Sache mit dem gelben Lack. Ich bekam trotz Grundierung keine Haftung und so lief die Farbe in die Ritzen und Ränder. Schließlich stieg ich auf anderen Lack um, der im Farbton leider Raps- statt Signalgelb ist. 

Ein kleines Highlight ist auf jeden Fall der Lokführer, den ich bei der Gelegenheit in orange Warnkleidung – natürlich mit Reflektorstreifen – gesteckt habe.


Nach recht komplizierter Montage mit all den Drähten folgte dann der krönende Abschluss: die Beschriftung. Frei nach dem Schema eines Baufahrzeuges mit Verbrennungsmotor aus der Gruppe der Fahrbahninstandsetzung wählte ich die nächst freie Nummer im RhB-Bestand: 23405. Ich probierte dabei erstmals Nassschieber/Decals zum selbst bedrucken aus. Wenngleich die Variante Laserdruck ggü. dem Tintenstrahldruck bessere Ergebnisse verspricht, bin ich mit meinen Tintenstrahldruckergebnissen sehr zufrieden. 



Ab jetzt wird rhätisch geputzt!

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Es friert, es schneit, es taut – komischer Winter 

Allgemein bekannt ist: eine Gartenbahn reizt auch und gerade wegen dem Winterbetrieb. Jetzt war die erste Gelegenheit da, doch der Winter 2016/2017 hat abschließend wirklich enttäuscht. Ganze zwei Gelegenheiten gab es mit Schnee, sonst war nur Frost zu vermelden. Und die zwei Gelegenheiten waren auch tatsächlich nur zwei Tage.Hier die paar wenigen Eindrücke davon..

Gartenbahn im Frost


Gartenbahn im ersten Schnee


Winterbetrieb mit der LGB


Bei Kontaktproblemen hilft die Playmobil Funklok


Und das war auch schon das letzte Zucken des Gartenbahnwinters

Fugen kratzen mit Bleistift

Im Tunnelprojekt habe ich erstmals mit Styrodur gearbeitet – und begeisternde Ergebnisse erreicht. Herzustellen waren zwei Tunnelportale und die Seitenblenden für eine Brücke.

Die Tunnelportale sollten mit dem Steinmuster möglichst weit in den Tunnel reichen, weshalb ich dafür 12cm dickes Material verwendete und das Profil ausschnitt. Ein Portal sitzt bündig in einer Felswand und musste so nur im Gewölbe sowie der Front in Steinform gebracht werden. Das zweite Portal schließt die Galerie ab und ist daher nahezu freistehend und fast komplett zu strukturieren.

Herangehensweise lautete also: Grundform bestimmen und ausschneiden, Steinmuster einarbeiten, lackieren, einbauen.

Den Zuschnitt habe ich mit Stichsäge, Feinsäge und Cuttermesser erledigt, Nachbearbeitung des Rohlings erfolgte mit Raspel und Feile.

Brückenblende aus Styrodur

Brückenblende aus Styrodur

Das Tunnelportal wird eingepasst

Das Tunnelportal wird eingepasst

Dann folgte die Feinarbeit „Mauerwerk“. Dazu habe ich zunächst die Mauerwerksebenen mit Bleistift vorgezeichnet. Anschließend habe ich die Fugen mit einem stumpfen Bleistift und starkem Anpressdruck nachgezeichnet. Damit die so entstehenden „Steine“ eine gewisse Bruchsteinoptik erhalten habe ich die Oberfläche mit den Zacken einer groben Raspel eingedrückt und zum Teil verkratzt. 

Das eingeritzte Mauerwerk im Tunnelinneren

Das eingeritzte Mauerwerk im Tunnelinneren

Arbeit von ca. 4 Stunden - das Mauerwerk kostet viel Zeit

Arbeit von ca. 4 Stunden – das Mauerwerk kostet viel Zeit

Steinmuster positiv mit einem Bleistift in Styrodur ritzen

Steinmuster positiv mit einem Bleistift in Styrodur ritzen

Tolle Steinoptik auch vor der farblichen Behandlung

Tolle Steinoptik auch vor der farblichen Behandlung

Obwohl bei Styrodur aufgrund der Materialbeschaffenheit eigentlich Oberflächenbehandlung mit lösemittelhaltigen Stoffen verboten ist habe ich die Bauteile mit plastischem Effektsprühlack vorbehandelt und mit Anthrazit-Lack matt koloriert. Dies unterstreicht wiederum den Naturstein und die matte Farbe schluckt das Licht im Tunnel. Die Trocknungszeit ist wegen des Materialangriffs etwas länger. Auf die Haltbarkeit bin ich selbst noch gespannt.

Das fertige Portal - frisch lackiert

Das fertige Portal – frisch lackiert

Galerieportal mit Stützwand aus Styrodur für die Gartenbahn

Galerieportal mit Stützwand aus Styrodur für die Gartenbahn

Plastischer Effektlack schafft die Konturen von Bruchstein auf dem Styrodur

Plastischer Effektlack schafft die Konturen von Bruchstein auf dem Styrodur

Fertig lackierte Brückenseitenteile für die LGB aus Styrodur

Fertig lackierte Brückenseitenteile für die LGB aus Styrodur

Der Einbau erfolgte dann ganz unterschiedlich: Ein Portal und die Brückenblenden wurden mit in die Gussschalung dichtend eingesetzt, das zweite Portal mit Handbeton vorsichtig in eine Felsformation „eingeschmiert“.

Das Ergebnis gefällt mir sehr gut, jetzt fehlt noch die Oberleitung – dazu später mehr.

Sieht aus wie Stein, ist aber keiner.. - Brücken- und Tunnelblende aus Styrodur

Sieht aus wie Stein, ist aber keiner.. – Brücken- und Tunnelblende aus Styrodur

Das Tunnelinnere muss noch matt lackiert werden

Das Tunnelinnere muss noch matt lackiert werden

RhB Gm 4/4 241 überquert den

RhB Gm 4/4 241 überquert den „halben Bärentritt“

Die Herausforderung

Als zweiter Bauabschnitt folgte jetzt die Galerie. Die Strecke verläuft in diesem Bereich zwischen Weg und Hecke. Die Hecke liegt dabei im Hang und erodiert Stück für Stück. Mit einer Galerie konnte ich so Erosionsschutz, Schutz der Gleise und ein tolles Gestaltungselement miteinander verbinden. Die Bauweise sollte die gleiche wie beim ersten Tunnelabschnitt werden, lediglich länger, in der Geraden und mit seitlichen Öffnungen. Das Ende der Galerie orientiert sich am alten Portal der Maliera-Galerie der Rhätischen Bahn (RhB) auf der Albulabahn. Auch hier sollte das Portal aus Styrodur hergestellt werden. Anders als bei dem ersten Abschnitt sollte es aber direkt beim Guss der Galerie eingearbeitet werden. Zur Arbeit mit Styrodur auf der Gartenbahn dann in einem nächsten Beitrag mehr.Die Schalung entstand also wie gehabt, leider war der Spantenabstand in diesem Fall mit ca 30cm zu groß gewählt. Es wurde also wieder gewickelt, geklebt, isoliert und Außenschalung gehämmert. Insbesondere diese muss bei einer Galerie sehr massiv gebaut werden, da der schwere Beton sonst die Wand nach außen drückt. Die seitlichen Öffnungen setzte ich in der Schalung in Form von zusammengefalteten Luftpolstern aus Verpackungsmaterial um. Durch die Faltung kommen sie in Gewölbeform und passen sich in die allseitig schräg verlaufende Schalung ein (was sonst recht komplizierte Konturen für eine Pappschalung wären).



Ich meine mich erinnern zu können, das sechs Säcke Fertigmischung im Bauwerk verschwanden.


Leider begann es dann beim Abschluss der Betonarbeiten zu regnen. So hat die Galerie jedoch ein einmaliges Muster obenauf, was dem Bewuchs/“Bemoosung“ sicher gut tun wird.

Wie oben beschrieben waren die Spantenabstände mit ca 30cm zu groß, was dazu führte, dass die Tunnelwände in einem Abschnitt zusammengedrückt wurden; hier musste ich anschließend lange schleifen, bis das Profil wieder passte…

Dann aber konnte der Betrieb wieder aufgenommen werden.


Tunnel unter Treppe – der Einstieg

Der nächste spannende Abschnitt ist eine Kreuzung von Gartenbahn und Weg im Bereich einer Treppe. Was lag da näher als einen Tunnel zu bauen. Und so entstand der bisher aufwändigste Abschnitt der Bahn, da der Tunnel in echter Tunnelform gebaut wurde und in eine ca 2,3M lange tunnelartige Galerie mündet. Vorn davor liegt ein Wasserfall.Es wurde eine richtige Großbaustelle, in der Sack um Sack Betonmischung verschwand..

Von vorn:

Gartenbahn kreuzt Gartenweg – höhenungleich mit Tunnel

Lange sichtete ich Fotomaterial von Tunnelportalen, Tunnelbildern aus dem Inneren und speziell der Ansicht des Bärentritt bei Wiesen an der Rhätischen Bahn (RhB). Dessen eine Portalseite mit direkt anschließender Brücke über einen Wasserlauf wollte ich nachbilden.

Das Tunnelinnere wollte ich möglichst vorbildähnlich in Gewölbeform umsetzen. Damit der gedrungene Effekt der Bergbahn entsteht sollte das gesamte Profil möglichst eng sein, was eine Stromabnehmerführung/Oberleitung erfordert. So entstand ein Musterprofil, abgeleitet vom Originalprofil des Albulatunnels, das ich mit verschiedensten Radien und Fahrzeugen testete.

LGB im Tunnel

Rp-w im Testprofil des Tunnels

Profiltest im Tunnel

Auch der Keilpflug müsste passen, evt muss das Dach etwas angepasst werden

Test in Kurve des Tunnelprofils

Test mit der Ge 4/4 III im Tunnelprofil

 

Die Trasse im vorgesehenen Bereich war bereits erstellt, jetzt konnte ich mich um die Schalung kümmern: Ich schnitt elf Spanten aus harter Wellpappe zu und legte die gleiche Pappe als Tunnelschalung drum herum. Im ersten Abschnitt gestaltete sich das recht aufwändig, da der Tunnelabschnitt im Bogen liegt. Zusammen gehalten wurde alles durch Malerkrepp. 

Schalung für den Beton

Die Schalung entsteht

Gartenbahn Tunnel Beton Schalung

Die Schalung ist vorbereitet


In die Schalpappe wurden noch die Befestigungen für die Oberleitung eingesetzt und das ganze Konstrukt anschließend mit Frischhaltefolie wasserdicht eingepackt (rundherum eingewickelt). Die Portale ließ ich dabei zunächst aus, da die als Styrodur-Bauteile direkt eingesetzt werden sollten. Mit viel Schalung vor Ort drumherum mischte ich endlich den Beton an. Unglaublich, wie viel Material da reingeht! 

Letztlich war alles ausgefüllt und die Gehwegplatte kam auf dem Tunnel zu liegen. Fertig. 

Fertig betonierte Treppe mit Gartenbahn-Tunnel

Mit ausreichend Trocknungszeit schalte ich wieder aus, legte Gleise und testete begeistert. Es passt!

Der Tunnel ist frisch ausgeschalt

Bahnübergang mit der LGB für echte Füße und Schubkarren

Bei den Familienberatungen zur Gartenbahngestaltungen sind Kreuzungen von Modellbahn und Gartenwegen immer empfindliche Bereiche. Und wer keine Anlage auf konzentriertem, begrenztem Raum baut, sondern zugunsten der Streckenlänge an Rabatten und Rasenkante entlang fährt kommt um Bahnübergänge nicht umhin. So auch bei mir, sodass ich mir Gedanken um meine drei Kreuzungsfälle machte. Einer davon ist inzwischen in einer Gartentreppe als Tunnel verschwunden – übrigens die beste Lösung -, ein weiterer in einem gepflasterten Fußweg mit „geringem Verkehr“ mit dem alten Betonbahnübergang umgesetzt, über dessen Bau ich hier schon vor einigen Jahren schrieb. Der spannendste Fall blieb jedoch der in einem Hauptweg des Gartens, in dessen Bereich die Strecke auch noch zweigleisig ist. Die Mischung zwischen gut überlegt, einfach losgebaut und Geduld bei der Ausführung hat zu einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis geführt – für alle. Im Folgenden die erforderlichen Schritte:

Die Trassenführung habe ich wie üblich nach der Papierplanung einmal „gelegt“ und abgesteckt, um ein plastisches Gefühl für Größe und Wirkung zu erhalten

Der Untergrund ist vorbereitet


Anschließend habe ich den Untergrund mit erforderlichen Leerrohren vorbereitet und Pflasterplatten zur Gleisauflage verlegt. Die Größe der Platten habe ich so gewählt, dass sie eine sichere Auflage für die Gleise bilden und im Betonverguss genug Verbindungsfläche bieten. Viele Testlagen (leider auch mit einigen Kunststoffunterlagen) in dem etwas schwierigen Neigungsübergang zum ebenen Bahnübergang folgten bis ich die Gleise endgültig fixieren konnte.

Die Gleise sind in ihrer Solllage fixiert


Nun folgte die Verschalung als der spannendste Teil der Übung. Aus den Erfahrungen des ersten Betonüberweges hatte ich gelernt, dass zum sauberen Abziehen des Betons die Rillen für die Spurkränze in der Schalung mit Schienenoberkante (SOK) abschließen müssen – sonst wird das nichts. Die Lösung fand ich schließlich in Türdichtungsband (vgl. Tesa-Moll), welches ich längs auf die Breite schnitt wie das LGB-Gleis Platz zwischen Kleineisen und Schienenoberkante bietet. Es ergab sich eine Schalung, die genau mit SOK abschloss. Alle weiteren Randschalungen entstanden aus Styropor.

Spurrillen werden im Beton durch Türdichtungsband freigehalten


Ein wichtiges Detail ist die Entwässerung der Spurrillen. Ich realisierte sie mithilfe von kleinen Röhrchen, die von der Rille direkt zum Erdreich führen.

Spurrillenentwässerung


Jetzt wurde betoniert, gefühlt eine Stunde lang immer wieder abgezogen und schließlich eine Woche Trockenzeit ohne Belastung gewährt. Wichtig ist, dass die Schienenoberkante minimal über den Beton hinwegsteht, damit Räder und Schleifer niemals auf dem Beton laufen/schleifen. Das Ergebnis passt!

Frisch betoniert

Ca. 1,3m x 0,4m Bahnübergangsfläche


Die Rillen feilte ich nach zwei, drei Tagen bei halbtrockenem Beton nach Rollversuchen mit verschiedenen Fahrzeugen nur marginal nach (mit einem Schleifschwamm) – das wars. Und die Entwässerung funktioniert wie eine eins – hervorragend!

Der Bahnübergang wird ausgeschalt


Einziges Manko: der betonvergossene Bahnübergang zeigt bei minimaler Feuchtigkeit eine Rotausleuchtung/Besetztanzeige durch den Belegtmelder (Massoth, Einstellung ab 25mA). Hier wäre wohl besser ein Achszähler eingebaut…

Die massive Bauweise hält auch großen Lasten stand

Gartenbahn-BÜ im Betrieb

Kraft- und Intelligenzwege – Kabelführung

Die Kabelführung und Verdrahtung einer Modellbahn könnte sicher auch Bücher füllen. Tatsächlich endet es an/in/unter vielen Anlagen dann doch im totalen Kabelsalat. Ist bei mir auch nicht viel anders. Viel Mühe gebe ich mir jedoch jeweils im Sichtbereich der Anlage, insbesondere draußen. Dabei nutze ich meist HT-Rohre in kleinen bis mittleren Durchmessern, je nach Verlegeort und vorgesehener Technik am Ende. 

Probelegen der Kabelführung


Gute Planung ist dabei viel wert, denn auch die digitale Anlage benötigt bei vorgesehenem Automatikbetrieb viele Kabel. Und Rohrleitungen, die unter massivem Beton verschwinden müssen ausreichend Ausbaureserve enthalten. Beispielhaft der Kabelaufwand draußen im Gleisfeld:- Fahrstromversorgung,

– Beleuchtungsstromversorgung,

– Weichenheizungsstromversorgung,

– Signal- und Weichenkabel,

– Sensorkabel für Reed-Kontakte, Weichenendlage und Gleisbesetztmeldung (oder einzelne Gleisstromversorgung). 

Wenn es am Ende um einen kurzen Beilaufweg entlang eines Gleisabschnitts geht verwende ich gern PVC-Kabelkanäle kleiner Größe aus dem Baumarkt.

Oberirdischer Kabelkanal entlang der Gleise


 Oder ich betoniere Schläuche ein und gestalte entsprechende Verteilerschächte aus Beton an Ort und Stelle. Tipp für den Kunststoffkanal: wenn man den durchgehenden Deckel alle Ca. 2-3cm quer einsägt (durchsägen ist zu aufwändig), dann sieht das Ganze später aus wie ein echter Kabelkanal an der Eisenbahn. 

Kabelrohre vor den Betonarbeiten

Fertiger Betonschacht mit umlaufender Entwässerung

Kleiner Kabelverteilerschacht mit Kabelmontagehilfe


Für alle Varianten mit geschlossenem Kanal gilt: stets darauf achten, dass kein Wasser eintreten kann und wenn es doch geschieht, dass die Rohrleitung ein paar Versickerungslöcher hat. Denn Kabel, die dauerhaft im Wasser liegen, werden nicht besser..