Für die angenehme Abkühlung nach getaner Arbeit

Mit der Gartenbahn kann man echte Lasten transportieren. Wie fein! Und wenn sich der Betriebstag dem Ende neigt und man gemütlich im Gartenstuhl sitzt genießt man doch gern ein bahngeliefertes, kühles Bier. Mit ein paar wenigen Handgriffen lässt sich das schnell realisieren:

Basis sind bestenfalls Flachbordwagen – kurze für eine, lange für zwei Flaschen.

Zu einem Rahmen schlicht aufeinander geleimte Holzleisten von max. 2x2cm, unten quer passig im Wagenkasten und oben im Abstand zueinander, dass die gewünschte Flasche von 0,33l oder 0,5l oder auch beide jeweils mittig, profiltreu und betriebssicher eingelegt werden kann ist schon alles. Der Schwerpunkt der Flasche/n sollte dabei nicht zu hoch liegen, damit das Fahrzeug nicht zu wanken beginnt. Leimt man mit Expressleim oder schraubt man die Konstruktion gar, ist das Gestell sofort einsatzbereit.

Guten Schluck!

Zu beachten ist noch, dass so ein, zwei Bierflaschen mit Füllung keine unerhebliche Last für die kleine Eisenbahn darstellen. Wie gut, dass der Weg vom Kühlschrank zum Genießer bei mir fast nur bergab führt 🙂

Bierflaschenhalterung für die LGB

Bierflaschenhalterung für die LGB

Bier wird mit der LGB geliefert

Bier wird mit der LGB geliefert
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Neulich beim Betriebsbeginn

Garteneisenbahnen sind echter Witterung ausgesetzt. So ist der Betriebsbeginn immer auch mit Begang und Kontrolle der Strecke verbunden. Ebendies habe ich kürzlich wohl mal zu ungenau erledigt.

Der erste Zug fuhr los und kam nicht an. Kein Kurzschluss, kein Gerumpel, kein Geschrei. Erst nach einigem Suchen fand ich Zug und dann auch Grund für die Entgleisung. Ein Kirschkern lag auf dem Bahnübergang in einer Spurrille. Der talwärts fahrende Zug fuhr drüber, entgleiste mit der Lok und fuhr schlicht geradeaus auf die Pflastersteine, wo er spurstabil gebremst wurde und zum stehen kam. Keine Schäden, kein Drama. Ein wirklich ungewöhnlicher Zwischenfall.

LGB-Zug entgleist auf Kirsche

LGB-Zug entgleist auf Kirsche

Vorbereiten, warten, hoffen

Man sagt ja, dass die Gartenbahn in der kalten Jahreszeit Winterpause macht. Im Grunde stimmt das auch. Wenn die Blätter fallen und es draußen ungemütlich wird, sollte man die Jahresprojekte abgeschlossen oder winterfest gemacht haben. Ab jetzt stehen Umbauten, Fahrzeugpflege und andere Arbeiten auf dem Plan.

Wer genau hinsieht, kann aber feststellen, dass trotz Laub und Ästen im Garten die Gartenbahntrasse stets aufgeräumt ist..

Warum? Na klar, um sich bei Winterwetter spontan ins Spezialvergnügen „Gartenbahn im Schnee“ zu stürzen!

Dazu muss man auch beizeiten schonmal schleifen, damit die Gleisanlage nutzbar ist, wenn es gilt.

LGB 20670 als RhB-Schleifzug beim nächtlichen Einsatz

Fortwährend betrachtet man dann den Wetterbericht und hofft auf ein paar Flocken mit richtiger Temperatur bestenfalls Freitag oder Samstag Nacht.

Viel Glück!

Wenn es dann soweit kommt kann ich von allzu viel Vorfreude nur abraten. Winterbetrieb funktioniert selten problemlos: Kontaktprobleme, Matschschnee, vereiste Schienenköpfe und Räder, Entgleisungen, kalte Finger.. die erste Runde ohne Hilfe von außen kostet manchmal ziemlich Nerven und ist öfters auch schlicht unmöglich.

Wenn es denn dann gelingt: genießen.

Rote Kisten

Bei der Rhätischen Bahn gibt es im Güterverkehr viele Wechselbehälter – sprich Container. Frei nach diesem Vorbild habe ich kürzlich beim Schlendern auf Einkaufstour günstige Sortimentskästen für die Werkstatt in knalligem Rot gefunden und sofort gekauft. Die Behälter passen günstigerweise genau zwischen die Rungen der Flachwagen. Mit einem alten Beschriftungssatz habe ich in mühsamer Kleinarbeit das RhB-Logo und Schriftzug zugeschnitten und aufgeklebt.

Fertig ist ein wirklich schickes Ladegut!

Ladegut Container RhB LGBLadegut Container RhB LGB

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alles digital

Als Modelleisenbahnkind aus der Zeit, als man Steuerungen mit Isolierten Stromkreisen baute und Lokomotiven bei automatischem Betrieb vor halt gebietenden Signalen stets das Licht löschten, habe ich natürlich noch einige analoge Fahrzeuge im Bestand.

Zeit, das zu ändern.

2x Ge 4/4 III und die Gm 4/4 241 hab ich also mit Massoth XLS Decodern ausgestattet, also alle mit Sound und die Diesellok zusätzlich mit einem gepulsten Verdampfer. Herrlich!

Der Umbau war wieder etwas komplizierter – lag aber wie gehabt daran dass ich keinen automatischen Lichtwechsel und Ähnliches mag. Die Anpassung ist daher etwas umfangreicher, macht später aber auch viel mehr Spaß im Spielbetrieb. Die Stromabnehmersteuerung habe ich wie schon bei meiner ersten Ge 4/4 III noch althergebracht mit Relais gelöst.

Bei den Ge 4/4 III habe ich außerdem ein Schlusslicht in rot zusätzlich schaltbar gemacht. Mehr ist nicht drin – keine Decoderplätze mehr frei.

Beim Diesel waren auch noch ein paar Farbarbeiten nötig, um das leuchtende Scheinwerfergehäuse dunkel zu kriegen. Dafür mussten die Scheinwerferkörper von innen zunächst schwarz matt und anschließend reflektierend weiß lackiert werden. Für die Montage des Rauchentwicklers musste ich natürlich ein bisschen sägen und bohren. Immerhin muss der Schlot als Rauchrohr und Nachfüllstutzen gleichzeitig dienen.

Nach einigen Abenden und ein, zwei Wochenenden Bastelei musste ich mich wieder ins Thema „programmieren“ einarbeiten. Letztlich war alles erledigt, die neuen Fahrzeuge in Rocrail abgebildet und ich konnte endlich alles Wagenmaterial in neue Züge einstellen.

Jetzt sind endlich alle Gleise im Schattenbahnhof belegt und der Betrieb ist abwechslungsreich geworden.

Zum Einsatz kommen bei mir Massoth XLS Digitaldecoder mit Sound, vielen Funktionen und automatischer Lastregelung.

LGB 25420 und 23420 werden mit Massoth XLS digitalisiert

LGB 25510 Gm 4/4 241 bekommt bei der Digitalisierung einen gepulsten Verdampfer

LGB 23420 Ge 4/4 III 644 „Unerhört“ digitalisiert im Gartenbahn-EinsatzLGB 25420 Ge 4/4 III 647 Capito jetzt digitalisiert und mit Güterzug im Einsatz

Besser spät als nie

Gestern konnte ich endlich mal wieder einen Neuzugang im Wagenpark begrüßen: den Velowagen D 4029 der RhB in einer Sonderlackierung, wie sie der Wagen zwischen 1989 und 1994 trug (LGB 34555). Das Fahrzeug warb als Privatwagen für den Fahrradverleih an Bahnhöfen.

Ein wirklich schönes Modell! Wie immer bei LGB ist die Qualität der auf beiden Seiten unterschiedlichen Bedruckung sehr gut, die Form des Fahrzeugs ist ja nicht neu. Der Wagen kommt direkt mit Metallradsätzen daher – sehr sympathisch! Man könnte meinen, da entsteht ein Trend..

Wermutstropfen: auf das Modell habe ich nun ein Dreivierteljahr (!) gewartet. Leider auch ein scheinbarer Trend. Handmuster zur Messe mitbringen, schöne Fotos in Katalogen abbilden und dann erstmal Bestellungen sammeln. Das entmutigt auch geduldige Modellbahner, wenn man zu Saisonbeginn bestellt und mitten in der Gartenbahnpause im Winter endlich beliefert wird. Irgendwie nicht optimal.

D4029 LGB 34555 Velowagen

Lass rubbeln! Bergfähige Reinigungslok à la RhB

Seitdem LGB die Schienenreinigungslok 20670 auf dem Markt hat weiß jeder, dass mühseliges Schienenschleifen von Hand nicht mehr erforderlich ist. Zuverlässig schleift und poliert der „Putzteufel“ die Schienen desjenigen Gartenbahners, der noch klassisch auf Messing fährt – so wie ich. So habe ich mir denn auch so ein Gerät zugelegt und musste bald feststellen, dass es beim Schleifen in der Bergfahrt irgendwann mit der Schubkraft vorbei ist und zum anderen Kontaktprobleme bei der ersten Schleiffahrt nach langer Betriebspause gibt. Kurzum: hier musste etwas „optimiert“ werden. So entstand der Umbauplan…

Projekt:

– zweiter Traktor für mehr Schub und bessere Stromversorgung 

– damit auch Decoderwechsel

– Veränderungen an Beleuchtung und Details

– Umlackieren und neu beschriften nach Schema der RhB
Beschriftungsvarianten für die RhB Reinigungslok
Der Winter kam und es konnte losgehen. Nachdem ich die zweite Kleinlok und alle nötigen Bauteile besorgt hatte nahm ich die Fahrzeuge komplett auseinander und reinigte sie gründlich.


Als erste bauliche Maßnahme baute ich das Getriebe der zweiten Lok digitaltauglich um. Dann nahm ich an beiden Loks die Formveränderungen vor. Im Wesentlichen ging es dabei darum, die klobigen Laternen zu demontieren und deren Öffnungen im Gehäuse zuzuspachteln. Dabei habe ich mit Ponal Duo aus dem Holzbau gute Erfahrungen gesammelt, lediglich das anschließende Schleifen und Polieren hätte besser funktionieren können. Die Beleuchtung habe ich frei nach RhB-Standard gestaltet und zwischen den dauerhaft gekuppelten Fahreugen komplett zurückgebaut. Mit diesen Umbauten verändert sich das Erscheinungsbild schon erheblich: Das Gespann wirkt wesentlich niedriger im Verhältnis zum RhB-Fuhrpark.



Zusätzlich bereitete ich die Beleuchtung für das Schleifaggregat mit weißen LEDs vor. Die Schaltung von Spitzensignal auf Schlusssignal 1x weiß oder 2x rot realisierte ich wg. der wenigen verfügbaren Schaltausgänge am LGB-Onboard-Decoder (hatte ich noch in der Bastelkiste) mit Kippschaltern unter den Tritten versteckt.

Die Verkabelung zwischen den Fahrzeugen ist recht umfangreich, da der zusätzliche Traktor komplett über den Decoder in der Reinigungslok versorgt wird. Somit muss Schienen- und Motorspannung und die gesamte Beleuchtungsverdrahtung verbunden werden. Damit dies bei Bedarf getrennt werden kann kommen Minibananenstecker zum Einsatz.

Jetzt kam die Lackierung, welche mir einige graue Haare eingebracht haben dürfte… das graphitgraue Fahrgestell war zügig schick lackiert und bereit für die nächsten Schritte. Überhaupt nicht funktionieren wollte die Sache mit dem gelben Lack. Ich bekam trotz Grundierung keine Haftung und so lief die Farbe in die Ritzen und Ränder. Schließlich stieg ich auf anderen Lack um, der im Farbton leider Raps- statt Signalgelb ist. 

Ein kleines Highlight ist auf jeden Fall der Lokführer, den ich bei der Gelegenheit in orange Warnkleidung – natürlich mit Reflektorstreifen – gesteckt habe.


Nach recht komplizierter Montage mit all den Drähten folgte dann der krönende Abschluss: die Beschriftung. Frei nach dem Schema eines Baufahrzeuges mit Verbrennungsmotor aus der Gruppe der Fahrbahninstandsetzung wählte ich die nächst freie Nummer im RhB-Bestand: 23405. Ich probierte dabei erstmals Nassschieber/Decals zum selbst bedrucken aus. Wenngleich die Variante Laserdruck ggü. dem Tintenstrahldruck bessere Ergebnisse verspricht, bin ich mit meinen Tintenstrahldruckergebnissen sehr zufrieden. 



Ab jetzt wird rhätisch geputzt!